Archäologische Ausgrabungen in Kirchbach erfolgreich abgeschlossen
Bereits erste Untersuchungen im Jahr 2023 hatten auf eine größere römische Anlage hingedeutet. Die nun abgeschlossenen Grabungen bestätigten die Bedeutung des Fundortes eindrucksvoll. Unter der Leitung von Paul Bayer, MA vom Archäologischen Dienst Kärnten wurden die Überreste eines weitläufigen römischen Gutshofes freigelegt, der über mehrere Jahrhunderte genutzt wurde.
Zu den bemerkenswertesten Entdeckungen zählen eine groß dimensionierte Apsis, ein repräsentativer Saalbereich sowie Reste moderner Heizsysteme wie Fußbodenheizungen und Heizkanäle. Ergänzt werden die Erkenntnisse durch zahlreiche Fundstücke, darunter Münzen, Glasfragmente, Ziegelreste und weitere Alltagsgegenstände, die wertvolle Einblicke in das Leben der Römer im Gailtal ermöglichen.
Die archäologischen Befunde zeigen zudem, dass sich die Anlage an einer wichtigen römischen Nord-Süd-Verbindung über den Plöckenpass in Richtung Adria befand. Damit war das Gailtal bereits in der Antike eng in das Handels- und Verkehrsnetz des Römischen Reiches eingebunden.
Im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung führte Paul Bayer, MA vom Archäologischen Dienst Kärnten die Besucher durch das Gelände, erläuterte die wichtigsten Befunde und beantwortete Fragen zur Grabung, zu den Funden sowie zu den angewandten Untersuchungsmethoden. Die Veranstaltung bot damit einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region und in die Arbeit der Archäologinnen und Archäologen.
Die Grabungen wurden auf Grundstücken der Pfarre Kirchbach durchgeführt und im Rahmen eines LEADER- und ORE-Projekts gefördert. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Arbeiten wird das Grabungsareal aus konservatorischen Gründen wieder verfüllt. Die gewonnenen Erkenntnisse bleiben jedoch als wertvoller Beitrag zur Erforschung der Geschichte der Marktgemeinde Kirchbach und des gesamten Gailtals erhalten.
Kontakt:
Archäologischer Dienst Kärnten gem. GmbH
Magdalensberg 9A - 9064 Pischeldorf
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